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Lehrfahrt zum KZ Struthof |
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Fahrt der Klasse 10e1 zum KZ Natzweiler-Struthof im Elsass
(Schülerbericht)
Natzweiler-Struthof ist ein auf einem Berg erbautes KZ das vom 1 Mai 1941 bis zum 23 November 1944 als Straf- und Arbeitslager der Nationalsozialisten diente. Zu diesem KZ gehörten ein Steinbruch, das Hauptlager, eine Kiesgrube, Appellplätze und verschiedene Reparaturbaracken und Wohnbaracken. Struthof war ein reines Männer-KZ. Es hatte die höchste Totenrate aller Konzentrationslager, 50%. In Struthof gab es insgesamt 52 000 Häftlinge, von denen die Hälfte starb, durch Arbeit, Haftstrafe im Lager selbst, oder durch Ermordung. Struthof war ein NN-Lager, also ein Nacht- und Nebel-Lager. Niemand sollte wissen wo die NN-Häftlinge sind. Sie sollten spurlos verschwinden. Die Straße die den Berg hinauf zum Lager führt, wurde von den ersten 300 Häftlingen erbaut. Viele Häftlinge starben auf dem Weg hoch zum Lager. Andere wurden bei der Kiesgrube erschossen. Es gab ebenfalls zwei Galgen, eine außerhalb gelegene Gaskammer und ein Krematorium. Die Gaskammer wurde 1943 vom Lagerkommandanten Josef Kramer auf Antrag der Medizinprofessoren der Nazis der Reichsuniversität in Straßburg eingerichtet, um medizinische Experimente durchzuführen. Die Gaskammer wurde in einem kleinen 9 m2 großen Raum im ehemaligen Festsaal des Gasthauses vom Struthof eingerichtet, dass bereits von den Truppen der SS beschlagnahmt worden war. Allerdings wurden die Deportierten weder systematisch noch nach Massenauswahlverfahren vergast. Vom 14. bis zum 21. August 1943 wurden dort 86 jüdische Deportierte aus dem Lager Auschwitz vergast. Ihre Körper sollten dazu dienen, eine Skelettsammlung für Professor August Hirt, den Direktor des Anatomischen Instituts der Reichsuniversität in Straßburg zu bilden. Die Gaskammer wurde auch für die Erprobung neuer Gase benutzt. Dabei wurden Deportierte, in erster Linie Zigeuner, als Versuchskaninchen genutzt. Fluchtversuche aus dem KZ wurden meist mit dem Tod bestraft. Nahe des Tores stand bzw. steht eine kleine Villa mit Swimmingpool in der die SS-Kommandanten mit ihren Familien wohnten. In den ebenfalls vorhandenen Haftbaracken wurden die verhängten Strafen ausgeführt (z.B. die Prügelstrafe). Auch waren in den Baracken die Sezierräume der dort forschenden Ärzte (Bickenbach, Haagen und Hirt), die an lebenden Häftlingen operierten und diese nach ihrem somit vorprogrammierten Tod konservierten.
Wenn man heute zum Konzentrationslager Natzweiler-Struthof fährt, glaubt man immer noch zu spüren, wie kalt es dort herging. Im Krematorium glaubt man noch den Geruch der Leichen zu riechen. Und doch kann man wenn man dann wieder draußen auf dem Gelände des KZ steht und das riesige „flammenförmige“ Denkmal und die vielen Kreuze sieht, spüren, dass die Nazi-Zeit vorbei ist und es wieder Menschen mit Herz gibt, die den vielen Nazi-Opfern vom Struthof eine letzte Ruhestätte geben konnten. |
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Klasse 10e1 mit ihrem Tutor Herrn Gläser
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