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Arbeiten für Afrika - Dillinger Schüler schuften einen Tag für Spenden

(Bericht von Dörte Grabbert: Saarbrücker Zeitung vom 10. 7. 09; Fotos: Steve Welter)
Statt Schule einen Tag lang richtig schuften. Rund 650 Schüler der Integrierten Gesamtschule (IGS) in Dillingen haben am vergangenen Mittwoch genau das getan. Warum? Sie wollen helfen. Ein Tag für Afrika lautete das Motto der Aktion. Die SZ hat 3 der Schüler besucht.

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Céline Lehnhof schwingt Wischlappen und Schrubber. Einen ganzen Tag lang putzt, wischt und werkelt die Zwölfjährige in ihrem Elternhaus in Pachten und bei ihrem Opa im Garten. "Da sehe ich mal, was Kinder in Afrika alles leisten müssen. Die müssen die Eltern jeden Tag unterstützen. Und außerdem sehe ich, was Mama jeden Tag leistet", berichtet die Schülerin. Auf dem Programm stehen: Frühstück machen, Geschirrspüler ausräumen, Treppenhaus wischen, Hof kehren, Betten machen und bei Opa im Garten helfen. Ein volles Programm.

 

Den Lohn dafür, 15 Euro von den Eltern und 10 Euro vom Opa, gibt Céline an ihre Schule weiter. Dort wird das erwirtschaftete Geld aller Schüler gesammelt. 50 Prozent der Spenden bekommt die Aktion Tagwerk, die den "Tag für Afrika" ins Leben gerufen hat. Die anderen 50 Prozent werden an die Partnerschule der IGS Dillingen in Koulikoro (Mali) gespendet.

Die IGS macht bereits zum vierten Mal bei der bundesweiten Aktion mit, berichtet Marieluise Herresthal, Leiterin der UNESCO-AG der Schule. Und die Bereitschaft der Schüler dabei mitzumachen wächst.  Waren es anfangs lediglich die Schüler der UNESCO-AG, so sind in diesem Jahr beinahe alle Schüler der 5. bis 8. Klassen dabei. Herresthal: "Die Schule ist wie ausgestorben."
robin.jpg Robin Krauß aus Pachten arbeitet ebenfalls für Afrika. Da er mit seinen 15 Jahren schon außerhalb des Familien- und Freundeskreises schaffen darf, muss Robin auch gleich richtig anpacken, und zwar als Gartenbauhelfer bei Gartenbau Hefner in Dillingen. Der Schüler hilft, einen privaten Vorgarten in Diefflen  zu bepflanzen.  Dafür ist er bereits seit sieben Uhr unterwegs. "Das ist ganz schön früh", findet der Pachtener. Spaß macht die Arbeit trotzdem.
michelle09.jpg Auch Michelle Maurer arbeitet fleißig statt zu pauken. Die 14-Jährige jobbt einen Tag bei der Autozulieferer-Firma Nedschroef in Fraulautern. Sie macht bereits zum dritten Mal bei der Aktion mit. Das erste Jahr hat sie bei einem Frisör gearbeitet und vergangenes Jahr in der Firma der Eltern einer Freundin. Michelle: "Ich suche mir jedes Jahr etwas Anderes. Das ist auch ein bisschen wie ein Praktikum." Diesmal hat ihr Papa ihr die Arbeit besorgt. Sie hilft bei der Datenpflege in der Abteilung ihres Vaters Frank Maurer. Michelle verdient nach Angaben von Marieluise Herresthal übrigens am meisten von allen Schülern. 50 Euro packt sie in die Spendenkasse. 
Mit den vielen kleinen Beiträgen kann am Ende eine große Summe zusammenkommen. Insgesamt 9320 Euro sammelte die IGS beim "Tag für Afrika" im vergangenen Jahr ein. Vielleicht wird es in diesem Jahr noch mehr.

 

 
 

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