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Am 30. Oktober 2011 besuchte die Klasse 11b mit ihrem Klassenlehrer Herrn Kochems im Rahmen eines Kulturwandertages das Museum Schloss Fellenberg in Merzig. Anlass war die Vernissage des zweiten Teils der Lux-Trilogie.
Der 1941 geborene Luxemburger Michel Medinger ist ein Künstler der besonderen Art. Seine „Stillleben“ werden/wurden unter anderem in der Lux-Trilogie im Schloss Fellenberg in Merzig ausgestellt (30. Oktober bis 27. November 2011).
Medinger stellt seine Motive zu diesem Thema individuell aus allerhand gesammelten Materialien, von Flohmarktkram über kaputte Puppen bis hin zu Tierknochen, zusammen und lichtet diese im Schwarz-Weiß-Stil ab. Die dort ausgestellten Werke sind sowohl surreal-skurril als auch ironisch. Dem Betrachter fällt auch eine gewisse Anmut mancher Bilder ins Auge. Medinger verwendet für seine „Stillleben“ ebenfalls viele Obst- und Gemüsesorten sowie alte Fußballschuhe, teilweise auch mit Nägeln, die aus der Sohle ragen. Im Bild „Senorita“ z.B. ist es eine Aubergine, die eine armlose Puppe (ähnlich einer Barbie) vergewaltigt, wie Medinger uns selbst sagte. Ein anderes Bild zeigt die alten, nageligen Fußballschuhe verglichen mit einem Krokodilschädel. Auch sind tierische Bilder vorhanden, die die Muskeln und Sehnen ähnlich denen eines Menschen zeigen sollen (Froschschenkel). Das Beeindruckende an Medinger ist, dass er es schafft, Gemüse bzw. Obst wie einen Menschen dar zu stellen. Medinger schafft es, aus Birnen ein Aktbild zu machen, aus aufgeschnittenen Paprika das menschliche Innere zu zeigen und aus einer Muschel das Geschlechtsteil einer Frau dar zu stellen. Und das allein durch die Kompositionen der Gegenstände/Lebensmittel/Knochen und die Art seines Fotografierens. Natürlich lassen sich Michel Medingers Bilder in einem Text beschreiben. Aber wie es auch bereits im Schloss Fellenberg hieß: Macht euch selbst ein Bild davon, denn ein Bild entsteht nicht auf der Leinwand oder in Medingers Fall in der Kamera, sondern im Kopf.
Ein herzliches Dankeschön an Michel Medinger, der sich unseren Fragen stellte und an Frau Dr. Ingrid Jakobs, Leiterin des Museums Schloss Fellenberg, die uns dieses besondere Ereignis möglich machte.
Lisa Türk, 11b
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